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Sansibar 10.0 "Sehr Gut" in "Aktiv Radfahren" 11-12/2010

"In vino veritas

Radons Modell heißt viel versprechend „Sansibar". Mal sehen, ob das Rad dem Namen mit Sonne, Strand und Cocktails gerecht wird. Sein Name stammt nämlich von der Kooperation mit der Sansibar auf Sylt. So prangen denn auch gekreuzte Piratensäbel mehrmals auf dem Rad. Cocktail-Getränkehalter suchten wir ebenso vergeblich wie die Liegeposition.
Was bleibt, ist ein Crossrad mit Topausstattung. Und eine gute Geschichte. Und wie alle guten Geschichten begann die dieses Rades in einer gepflegten „Kneipe" - der Sansibar auf Sylt - und mit gepflegtem Rotwein. Genauer gesagt: im Weinkeller, zwischen teuerstem Bordeaux - Petrus, Lafite, Vega Sicilia und Silver Oak. Radon-Chef Chris Stahl und Sansibar-Boss Herbert Seckler hockten also unter der Sansibar im Weinkeller und beschlossen, dass ein neues Sansibar-Rad an den Start muss.

Doch den ersten Entwurf kippte der Koch. Der zweite kam dann gut an und soll selbst Wolfgang Joop gefallen haben, der auf der Toilette allerdings die Jeans von Chris Stahl bemängelte. Das Design des neuen Sansibar war klar und einfach, matt-schwarz mit großen Säbeln auf dem Lack.
Und heute steht die neueste Ausgabe des Sansibar-Radons in meinem Büro. Es weht ein Hauch von Sylt, Bordeaux, Sommer und High-Tech über den Schreibtisch. Draußen scheint die Sonne, ich muss hinaus mit dem Sansibar - ganz schnell. Doch dort weht mir ein kalter Wind ins Gesicht und droht mit dem Herbst. Soll er doch drohen. Die Gänge fluppen wie Korken aus der Weinflasche, das Fahrverhalten ist aromatisch wie Chateau Margaux Jahrgang 2005. Der Mavic-Speedcity-Laufradsatz ist eine erstklassige Wahl, die Racing-Ralph-Pneus surren wie eine Espresso-Maschine beim Kaffemahlen. Obendrein macht das Sansibar auf der Fitnessmeile, im Wald und vor dem Restaurant gleichermaßen Eindruck. Und überhaupt haben die Schwerter auf dem Rahmen etwas verruchtes, als ich mich mit dem Radon durch den Nebel der Donau schneide. Shimano´s Schaltkomponenten bedienen zuverlässig, Avids Elixir-Bremsen verzögern nicht nur hervorragend, sie geben dem Sansibar auch die extra Note. Übrigens: In den Weinkeller unter die Sansibar will ich auch unbedingt - in vino veritas!

Fazit. Eine gute Prise Individualität, erstklassige Ausstattung, tolles Fahrverhalten. Jedes weitere Wort wäre jetzt zu viel."

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Der ausführliche Test als PDF