"Radon ZR Race 6.0
Das Radon ZR Race 6.0 läßt Sie nicht im Stich!
Radon kommt zu uns aus Deutschland mit einem großen Sortiment an Fahrrädern. Während wir noch auf das Fullsuspension-Marathon-Topmodell warten, das wir nächsten Monat testen werden, stellen wir hier das ZR Race 6.0 vor, ein Hardtail, welches im Preis-Leistungs-Verhältnis sehr interessant ist. Also, strahelnde Probefahrt?
Mit einer korrekten Sattelhöhe lädt das Profil des ZR Race zur Schnelligkeit ein, aber um eine Position zu finden, die mehr der Spazierfahrt bedacht ist, muss man den Steuerbereich heraufsetzen.
Die Verwendung von hydrogeformten Rohren hat es z. B. ermöglicht, die Verstärkung für den Steuerrbereich mit ins Unterrohr einzubeziehen.
Radon beginnt seine Einführung auf dem Französischen Markt dieses Jahr vorsichtig, nachdem Radon letztes Jahr auf der Roc d'Azur ausgestellt hatte. Die Marke, die in Deutschland gut angesiedelt ist, wurde tatsächlich vom H&S Bike-Discount hervorgebracht, einer Website mit agressiver Preispolitik.... Das Sortiment ist sehr groß, da man nicht nur MTBs oder Trekkingräder, sondern auch Rennräder findet. Heute haben wir das ZR Race 6.0 getestet, das MTB, das sich als Einstieg in den Cross-Country-Wettkampf zum knapp kalkulierten Preis präsentiert.
Statisch gesehen hat dieses ZR Race Schwierigkeiten, sich von seinen Konkurrenten abzugrenzen. Allerdings ist der Rahmen aus dreifach konifizierten 7005er Aluminium-Rohren erstellt, also deutlich Spitzenklasse.
Der Rahmen ist gut verarbeitet, mit einer gut integrierten Lenkungsverstärkung, ganz zu schweigen und besitzt ein Standard PressFit-Innenlager. Kleines Minus: die Führung der Außenhüllen ist nicht optimal und hinterläßt Spuren auf dem Lack. Für 999 € ist die Ausstattung mehr als korrekt und für Racer ausgelegt, angefangen bei der Sram X.9 Schaltung verbunden mit der RaceFace Kurbel.
Schnell, ab in den Sattel! Seine Spielkameraden warten nicht! Und gerade dieses Radon beschleunigt schnell, so schnell, dass es mitunter mit viel leichteren Fahrrädern mithalten kann. DAS PRESSFIT INNENLAGER UND SEINE KURZEN KETTENSTREBEN (420 mm), VERLEIHEN DEM ZR RACE FLÜGEL UND ECHTE EMOTIONEN. Man muss sagen, dass die "Atmosphäre an Bord" wirklich in Richtung reiner und harter Wettkampf geht:die Sitzposition ist liegend, der Lenker ist schmal und flach...Hier peilt man die Stoppuhr an und die Kilometer werden mit einem hohen Durchschnitt gefahren, wenigstens zu Beginn der Fahrt, denn im Laufe der Stunden im Sattel beeinträchtigen die Unbequemlichkeit des Sattels und die fehlende Filtration des Rahmens die Physis des Fahrers, und es liegt nicht an den Schwalbe Nobby Nic Reifen in 2,25er Breite, die dem Abhilfe schaffen könnten. Man sitzt definitiv auf einem MTB für Wettkampffahrten.
Glücklicherweise arbeitet vorne die RockShox Reba SL Gabel enorm gut, die Blockierung stellt sich jedoch als weniger nützlich heraus. DIE VORGESCHLAGENE ÜBERSETZUNG VON 3x10-FACH ERLAUBT, DIE SCHLIMMSTEN ANSTIEGE AUF DEM RAD ZU BEWÄLTIGEN, VORAUSGESETZT, MAN IST EIN GUTER BALANCIERKÜNSTLER, denn das Voderrad neigt zum steigen...Es bleibt, soweit das Terrain nicht zu heftig ist, dass man Gefallen daran findet, das ZR Race 6.0 präzise zu platzieren, es mit Kraft durch die Kurven zu fahren. Dabei profitiert man von den Laufrädern, sowie von den kurzen Kettenstreben. Hier haben wir also ein reines Cross-Country-MTB mit Wettkampftauglichkeit, wie ihn die Traditionalisten dieser Disziplin lieben. Schnell, brutal, effizient und in diesem Falle nicht teuer.